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Titelblatt Arbeitsheft

Arbeitshefte des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen

Der Hauptbahnhof zu Frankfurt am Main

Aufstieg, Fall und Wiedergeburt eines Großstadtbahnhofs

Rödel, Volker
2006.
230 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. 21 × 28 cm. Gebunden.
ISBN 978-3-8062-2043-8

Der 1883-1888 als Ersatz für drei End- und Umsteigestationen mit zusammen acht Bahnlinien als „Hauptpersonen-“ oder „Centralbahnhof“ erbaute Bahnhof Frankfurt (M) Hbf galt bis zur Eröffnung des Leipziger Hauptbahnhofs 1915 nicht allein als die größte Anlage dieser Art im Deutschen Reich, sondern belegte bis dahin auch den ersten Platz unter den Bahnhöfen Europas. Auch heute noch gehört er zu den monumentalsten und repräsentativsten Anlagen im Eigentum der Deutschen Bahn AG.

Sehr bald nach dem Bau der als „Taunusbahn“ in die deutsche Eisenbahngeschichte eingegangenen Strecke nach Wiesbaden 1838-1840, der den Beginn des Eisenbahnverkehrs in Frankfurt am Main markierte, entwickelte sich die Stadt zu dem anfangs bedeutendsten Eisenbahnknoten Südwestdeutschlands und im Lauf der Geschichte zu einer der Drehscheiben im europäischen Eisenbahnverkehr, womit sie ihre traditionelle, historisch gewachsene Rolle als internationales Handelszentrum im Schnittpunkt der vier wichtigsten Handelsstraßen Mitteleuropas auch im Zeitalter der Industrie und Technik, des dampfgetriebenen Fortschritts, bewahrte. Aus dieser Entwicklung resultierte aber auch das Dilemma für alle Bahngesellschaften, nach jedem Neu- oder Umbau einen Bahnhof betreiben zu müssen, der umgehend an die Grenzen seiner Kapazität stieß, weshalb nach jeder Eröffnung sofort die Diskussion um eine dem Verkehrsaufkommen gerechte Weiterentwicklung des Bestehenden einsetzte. So ist die Geschichte der Bahnanlagen in und um Frankfurt eine Geschichte voll permanenter Veränderungen, die selbst mit Projekten wie „Frankfurt 21“ auch zukünftig keinen endgültigen Abschluss finden wird, ebenso wenig wie die heute gezählten etwa 350.000 Reisenden, die tagtäglich den Hauptbahnhof durcheilen, ein Ende in der Entwicklung des Personenreiseverkehrs darstellen.

Aktueller Anlass, noch einmal die Geschichte des Frankfurter Hauptbahnhofs darzustellen, war für das Landesamt für Denkmalpflege Hessen und die Deutsche Bahn AG als gemeinsame Herausgeber die im Jahr 2006 abgeschlossene Grundinstandsetzung der Gleishallen, die nun wieder einen Eindruck vermitteln, wie sich Architekt und Ingenieur im 19. Jahrhundert das von ihnen geplante Bahnhofsgebäude vorgestellt hatten.

Der zahlreich mit historischen und aktuellen Fotos und Plänen bebilderte Band erzählt die Geschichte des Frankfurter Hauptbahnhofs von der Ankunft der ersten Bahnlinien in Frankfurt am Main bis hin zu der gerade abgeschlossenen ingenieurtechnischen Leistung der Grundinstandsetzung auch aus denkmalpflegerischer Sicht.

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